Aktionswochen gegen Rassismus Charlottenburg-Wilmersdorf
Mit verschiedenen Organisationen aus dem Bezirk wollen wir ein vielseitiges Programm auf die Beine stellen, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Wir wollen ins Gespräch kommen, uns kritisch reflektieren und gegenseitig empowern. Denn rassistische Äußerungen und diskriminierende Behandlungen finden alltäglich auch in unserem Bezirk statt und es ist wichtig, dass wir uns dem gemeinsam entgegenstellen!

Bild: Ruthe Zuntz
Mach mit!
Die nächsten Aktionswochen gegen Rassismus finden vom 17. bis 30. März 2025 in Charlottenburg-Wilmersdorf statt!
Zusammen wollen wir ein vielseitiges Programm auf die Beine stellen. Egal ob eine Filmvorführung, eine Diskussionsrunde oder eine digitale Aktion. Ob online oder im Kiez, ob rein informativ oder zum Mitmachen, für Kinder, Erwachsenen, für alte und neue Nachbarn…. Alle Veranstaltungen und Aktivitäten sind willkommen!
Woche 1
16. bis 22. März 2026
- 16.03.2026 - 25.03.2026
Unsere Playlist gegen RassismusWir erstellen gemeinsam mit unseren Nutzerinnen und Nutzern eine Playlist auf FreegalAktion / Rundgang / TourWir erstellen gemeinsam mit unseren Nutzerinnen und Nutzern eine Playlist auf Freegal. Im Zeitraum von 16. bis 25. März können sie uns ihre Lieblingslieder zum Thema mitteilen. Ab dem 27. März ist die Playlist auf Freegal. Schaut in der Heinrich-Schulz-Bibliothek vorbei.Uhrzeit: 12:00Ort: Otto-Suhr-Allee 98, 10585 Berlin / Heinrich-Schulz-BibliothekAnmeldung unter:Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsenerollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf
- 16.03.2026 - 29.03.2026
Mitmach-Aktion im Pangea-HausWas wünschst du dir von deiner Nachbarschaft?Aktion / Rundgang / TourIm Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus sammeln wir anonyme Wünsche und Stimmen. Schreibe deinen Wunsch auf einen Sticker und gib ihn im Büro im EG ab. Die Beiträge werden als Kunstaktion im Eingangsbereich gezeigt. Deine Stimme zählt. Mach mit! (vom 16. bis 29. März)Uhrzeit: 09:00Ort: Trautenaustraße 5, 10717 Berlin / Pangea HausAnmeldung unter:Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsene, Menschen mit Fluchtgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrung, Senior:innenrollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: Pangea Haus e.V.
- 16.03.2026 - 29.03.2026
Stimmen gegen RassismusIdentität, Zivilcourage und SolidaritätKulturveranstaltung / Konzert / AusstellungWir sammeln anonyme Erfahrungsberichte über Zivilcourage und Solidarität. Die Geschichten werden während der Aktionswochen gegen Rassismus neben den Kunstwerken unserer Ausstellung zu Identität und Zugehörigkeit gezeigt und setzen Zusammenhalt statt Täterperspektive in den Fokus.Uhrzeit: 10:00Ort: Mierendorffplatz 19, 10589 Berlin / Haus am MierendorffplatzAnmeldung unter:Zielgruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsenerollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: Haus am Mierendorffplatz
- 16.03.2026 - 29.03.2026
mitWIRkenDemokratie im Kiez erlebenSonstigeIm Schaufenster von BeteiliJUNG werden dokumentierte Rassismus-Fälle aus Charlottenburg-Wilmersdorf sichtbar. Durch kleine Mitmachaktionen und interaktive Elemente können Besucher:innen Impulse setzen und sich mit demokratischen Themen auseinandersetzen.Uhrzeit: täglichOrt: Tauroggener Str. 44. 10589 BerlinAnmeldung unter:Zielgruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Multiplikator:innen, Menschen mit Fluchtgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrung, Senior:innenrollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: DorfwerkStadt e.V./ BeteiliJUNG
- 16.03.2026 - 29.03.2026
Unsere INSEL. Gemeinsam Haltung zeigen.Gegen Rassismus. Für Solidarität. Mitten auf der INSEL.SonstigeSchaufenster-Ausstellung dokumentierter Rassismus-Fälle im Bezirk kombiniert mit wechselnden Mitmach-Aktionen, die Passant:innen einladen, über Demokratie, Solidarität und Zivilcourage nachzudenken und sich zu beteiligen.
16.03.2026 – 29.03.2026Uhrzeit: täglichOrt: Kiezbüro, Mierendorffstr. 6, 10589 BerlinAnmeldung unter:Zielgruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Multiplikator:innen, Menschen mit Fluchtgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrung, Senior:innenrollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: DorfwerkStadt e.V./ Kiezbüro der Mierendorff-INSEL
Woche 2
23. bis 29. März 2026
- 27.03.2026
Sportnachmittag der Vielfalt: Bewegung, Spaß und klare HaltungAuspowern und Zusammenkommen. Sport verbindet gegen Rassismus.SonstigeOb beim 11-Meter-Schießen gegen Rassismus, gemeinsamen Boxtraining oder einem Workshop für Calisthenics – hier geht es um Kraft, Bewegung und Respekt. Begleitet von Musik, Snacks und Getränken schaffen wir Raum für Begegnung und setzen ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung.Uhrzeit: 15:00 – 18:00Ort: Straße am Schoelerpark 37, 10715 Berlin / Haus der NachbarschafftAnmeldung unter: enrico.zanusso@lsb-berlin.deZielgruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Menschen mit Fluchtgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrungrollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: SportBUNT, Bewegungslotse Charlottenburg-Wilmersdorf, Mobile Stadtteilarbeit Wilmersdorf, BENN Wilmersdorf, Haus der Nachbarschafft
- 27.03.2026
"Gegen Rassismus" - Mal- und DruckworkshopKünstlerische Gestaltung durch Letterndruck / MultimediaWorkshopManchmal sprechen Bilder besser als Worte. Durch verschiedene Techniken (z.B. Linolschnitt, Monotypie) bringen wir Bewegendes auf Papier. Bringt gern Ausschnitte aus Zeitung und Medien mit, die euch berührt haben. Mit fachlicher Unterstützung werden daraus kleine Kunstwerke.Uhrzeit: 16:00-20:00Ort: Ulmenallee 35, 14050 Berlin / Ulme35Anmeldung unter:Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsene, Multiplikator:innen, Menschen mit Fluchtgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrung, Senior:innen, Sonstigerollstuhlgerecht: NeinVeranstalter:in: Ulme 35 / Interkulturanstalten Westend e.V.
- 27.03.2026
Bilderbuchkino für FamilienGeschichten, die verbinden!Kulturveranstaltung / Konzert / AusstellungBeim Bilderbuchkino erleben Familien gemeinsam bunte Geschichten über Freundschaft, Vielfalt und Zusammenhalt. Auf der großen Leinwand werden Bilder lebendig, während vorgelesen wird. Spielerisch lernen Kinder und Erwachsene, wie bunt und bereichernd unsere Welt ist.Uhrzeit: 16:30Ort: Halemweg 18, 13627 Berlin. Stadtteilbibliothek HalemwegAnmeldung unter:Zielgruppe: Kinderrollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf
- 27.03.2026
Kamishibai für alle"Du nicht!" von Isabel PinKulturveranstaltung / Konzert / AusstellungJapanisches Erzähltheater für alle! Beim Kamishibai werden Geschichten lebendig: Bildkarte für Bildkarte entfalten sich spannende Erzählungen über Freundschaft, Vielfalt und Miteinander. Das traditionelle Erzähltheater verzaubert Groß und Klein und lädt zum gemeinsamen Staunen ein.Uhrzeit: 16.30 UhrOrt: Rüdesheimer Str. 14, 14197 Berlin. Eberhard-Alexander-Burgh-BibliothekAnmeldung unter:Zielgruppe: Kinderrollstuhlgerecht: NeinVeranstalter:in: Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf
- 27.03.2026
Bilderbuchkino für FamilienGeschichten, die verbinden!Kulturveranstaltung / Konzert / AusstellungBeim Bilderbuchkino erleben Familien gemeinsam bunte Geschichten über Freundschaft, Vielfalt und Zusammenhalt. Auf der großen Leinwand werden Bilder lebendig, während vorgelesen wird. Spielerisch lernen Kinder und Erwachsene, wie bunt und bereichernd unsere Welt ist.Uhrzeit: 17:00Ort: Otto-Suhr-Allee 98, 10585 Berlin / Heinrich-Schulz-BibliothekAnmeldung unter:Zielgruppe: Kinderrollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf
- 27.03.2026
Antirassismus vor OrtChancen, Herausforderungen und HandlungsmöglichkeitenWorkshopVertreter*innen von regionalen Antirassismusprojekten und Lisa Paus werden von Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen aus der Praxis berichten. Gemeinsam erarbeiten wir anschließend in Workshops Handlungsoptionen, die wir mit den Akteur*innen besprechen und ihnen mitgeben können.Uhrzeit: 19:30 – 21:00Ort: Bundesallee 187, 10717 Berlin / tuesday coworkingAnmeldung unter: maria.bormuth@gruene-cw.deZielgruppe: Erwachsene, Multiplikator:innen, Menschen mit Fluchtgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrung, Senior:innenrollstuhlgerecht: NeinVeranstalter:in: BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Charlottenburg-Wilmersdorf und Lisa Paus, MdB
- 28.03.2026
Führung auf dem Pfad der Erinnerung in der Gedenkregion Charlottenburg - NordIn Kooperation mit dem Ökumenischen Gedenkzentrum Plötzensee e.V.Aktion / Rundgang / TourBei dem Rundgang wird besonders an das Schicksal von Galina (Halyna) Romanowa erinnert, einer jungen ukrainischen Ärztin, die in der NS-Zeit in Zwangsarbeiterlagern arbeiten musste und im November 1944 in Plötzensee hingerichtet wurde.Uhrzeit: 10:00-13:00 UhrOrt: Treffpunkt: Gedenkstätte Plötzensee, Hüttigpfad 16, 13627 Berlin. Charlottenburg-NordAnmeldung unter: Anmeldung mit Kursnummer CW101-109FE via E-Mail an: vhs@charlottenburg-wilmersdorf.de oder telefonisch unter 9029 28873Zielgruppe: Jugendliche, Erwachsene, Multiplikator:innen, Menschen mit Fluchtgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrung, Senior:innen, Sonstigerollstuhlgerecht: NeinVeranstalter:in: Volkshochschule City West
- 28.03.2026
Haltung zeigen gegen RassismusInfostand und Kundgebung auf der Wilmersdorfer StraßeAktion / Rundgang / TourMit Infostand und Kundgebung machen wir auf der belebten Wilmersdorfer Straße Mut Haltung zu zeigen gegen Rassismus im Alltag. Mit Infomaterialien, Redebeiträgen und Musik laden wir ein, mit uns ins Gespräch zu kommen. Wo rechte Kräfte spalten, stehen wir zusammen – kommt vorbei!Uhrzeit: 13:00 – 16:00 UhrOrt: Wilmersdorfer Str. 117-118Anmeldung unter: Keine Anmeldung nötig, kommt einfach vorbei!
Fragen gerne an agr_chawischoen@systemli.org
Infos zum Aktionstag: https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/waraf-2026/Zielgruppe: Erwachsene, Multiplikator:innen, Senior:innenrollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: Aufstehen gegen Rassismus, Ortsgruppe Charlottenburg-Wilmersdorf-Schöneberg
- 28.03.2026
Kinderkinomit anschließendem Malen & BastelnKulturveranstaltung / Konzert / AusstellungAnlässlich der Aktionswochen lädt das Kinderkino der Ulme35 alle Kinder und Jugendliche zum gemeinsamen Schauen eines rassismuskritischen Films ein. Im Anschluss kann das Gesehene, angeleitet von der Künstlerin Zeynep Özkazanç, im Atelier künstlerisch zum Ausdruck gebracht werden. Ab 6 Jahren.Uhrzeit: 15:00 – 18:00Ort: Ulmenallee 35, 14050 Berlin / Ulme35Anmeldung unter:Zielgruppe: Kinderrollstuhlgerecht: NeinVeranstalter:in: Ulme35
- 29.03.2026
Spuren der Verflechtungen mit dem Osmanischen Reich in BerlinEine StadttourAktion / Rundgang / TourIn der Stadttour werden die Verflechtungen deutscher und türkischer Geschichte in Berlin-Charlottenburg erkundet. Entlang der Berliner Hardenbergstraße nähern wir uns durch jüdische, armenische, kommunistische und sozialdemokratische Biografien an die Themen Verfolgung, Flucht und Genozid an.Uhrzeit: 11:00Ort: Treffpunkt: Amerikahaus, Hardenbergstrasse 22, 10623 Berlin, vor der Berliner Landeszentrale für politische BildungAnmeldung unter: Anmeldung erwünscht: Tel. 030-90 29 24 106 oder E-Mail museum[at]charlottenburg-wilmersdorf.deZielgruppe: Jugendliche, Erwachsene, Multiplikator:innen, Menschen mit Fluchtgeschichte, Menschen mit Rassismuserfahrung, Senior:innenrollstuhlgerecht: JaVeranstalter:in: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim
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Mach mit
Die nächsten Aktionswochen gegen Rassismus finden vom 16. bis 29. März 2026 in Charlottenburg-Wilmersdorf statt!
Seid mit euren Ideen dabei! Ob eine Filmvorführung, ein Angebot für Kinder, eine Diskussionsrunde oder eine digitale Aktion, alle Veranstaltungen und Aktivitäten sind willkommen!
Die Veranstaltungen werden in einem gemeinsamen Programmheft, auf der Website www.cwgegenrassismus.de und auf unseren Social Media Accounts veröffentlicht.
Melde deine Veranstaltung bis zum 6. Februar 2026 im Formular an!
Teilnahmebedingung ist das Wirken der Veranstaltenden im Sinne des Selbstverständnisses des Initiativkreises: Link zum Selbstverständnis
Habt ihr Fragen? Sprecht uns an!
Demokratiebüro Charlottenburg-Wilmersdorf
Email: demokratie-cw@lvs.stiftung-spi.de
Telefon: 030 9029 14783
Stellungnahme des Initiativkreises Charlottenburg-Wilmersdorf gegen Rassismus
Zivilgesellschaft widerspricht Störaktionen der „Neuen Rechten“
Charlottenburg-Wilmersdorf, April 2025
Die Aktionswochen gegen Rassismus in Charlottenburg-Wilmersdorf stehen für Austausch, Empowerment und Sichtbarkeit. In dutzenden Veranstaltungen engagieren sich jedes Jahr zivilgesellschaftliche Organisationen, Institutionen und Initiativen gegen Diskriminierung, für Teilhabe und soziale Gerechtigkeit.
In diesem Jahr waren wir mit einer massiven, gezielten Kampagne konfrontiert die Aktionswochen zu delegitimieren. Akteur*innen aus dem rechten Spektrum, darunter Mitglieder der AfD, ihrer aufgelösten extrem rechten Jugendorganisation Junge Alternative sowie rechtspopulistische Medien wie NIUS agierten koordiniert.[1]
Es wurden Veranstaltungen gestört, unsere Arbeit diskreditiert und Beteiligte eingeschüchtert:
- Über 700 Fake-Anmeldungen zum Fastenbrechen im Rathaus Charlottenburg innerhalb von 2 Stunden (auch unter „Adolf Hitler“ oder „Goebbels“). Dieses NS-verherrlichende Vorgehen führte zu erheblichem Mehraufwand, auch durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen.
- Ein Störversuch bei einer Veranstaltung in Wilmersdorf durch den seinerzeit Berliner Vorsitzenden der vom Verfassungsschutz als extrem rechts eingestuften Jugendorganisation der AfD. Erst unter polizeilicher Einwirkung verließ er das Gelände.
- Ein AfD-Vertreter reagierte auf die Mitteilung, dass er bei einer Veranstaltung der evangelischen Kirche nicht erwünscht ist, mit einer diffamierenden E-Mail in bedrohlicher Sprache.
- Heimliche Tonaufnahmen, teils durch verdeckte Reporter*innen des rechtspopulistischen Portals NIUS bei mehreren Veranstaltungen, trotz explizit ausgesprochenem Aufnahmeverbot. Teile der Aufnahmen wurden ohne Einwilligung veröffentlicht.
- Diverse diffamierende Artikel und Beiträge in rechten Medien und auf Social Media.
Diese und weitere Vorfälle sind Teil einer systematischen Strategie: Antirassistisches Engagement soll verdrängt werden, indem sie jene einschüchtern, die Rassismus sichtbar machen und dagegen vorgehen.
Die Botschaft derartiger Störungen und Einschüchterungen ist gefährlich: Wer sich offen gegen Rassismus stellt, macht sich angreifbar. Genau deshalb braucht es Aktionswochen wie diese und Solidarität mit jenen, die sie mittragen.
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Hier sprechen diejenigen, die von der rechten Kampagne betroffen sind. Ihre Perspektiven machen deutlich, wie sich Einschüchterung, Hetze und rechte Medienstrategien anfühlen:
– „Das aufdringliche und grenzüberschreitende Verhalten von der Neuen Rechten hat in meinen Grundfesten eine Erschütterung ausgelöst. Ich habe in meinem Engagement als weiße Frau nie die Konfrontation mit extrem Rechten gesucht. Doch durch einen menschenrechtsbasierten Einsatz für unsere Gesellschaft können wir schnell zur Zielscheibe werden. Mein Umgang damit ist zwiegespalten: Die Strategie der Einschüchterung darf nicht aufgehen – gleichzeitig steigen jedes Jahr die Zahlen rechter Gewalt.“ (Teilnehmerin der Aktionswochen)
– „Die Anwesenheit des Onlinemediums NIUS bei der Veranstaltung war für mich als von Rassismus betroffene Person äußerst belastend. NIUS ist bekannt dafür, rechte Narrative und Hetze zu verbreiten – genau jene Inhalte, die das gesellschaftliche Klima für marginalisierte Gruppen verschärfen. Die Präsenz dieses Mediums bei einer Veranstaltung gegen Rassismus stellt aus meiner Sicht eine potenzielle Gefahr für die psychische Sicherheit der Betroffenen dar.“ (Moderation einer Veranstaltung der Aktionswochen)
– „Als Nachbarschaftszentrum verstehen wir uns als einen Ort, der insbesondere auch für unterschiedlich marginalisierte Gruppen einen sicheren Raum bieten soll. In demrechten Störversuch bei unserer Veranstaltung und der begleitenden öffentlichen Diffamierung sehen wir einen Angriff auf unsere Arbeit.
Wir stellen uns entschieden gegen jede Form von Einschüchterung und bekennen uns klar zu einer demokratischen, menschenrechtsorientierten und solidarischen Gesellschaft.“ (Haus der Nachbarschafft und Mobile Stadtteilarbeit Wilmersdorf)
– „Mit dem Mythos, dass nicht-staatliche Organisationen dem Neutralitätsgebot unterliegen würden, streut die AfD gezielt Fehlinformation. Sie bezweckt damit die politische Bildungsarbeit von freien Trägern, die sich für eine diverse und antidiskriminierende Gesellschaft einsetzen, als „undemokratisch“ zu diffamieren. Genau diese Strategie muss als Angriff auf eine plurale und demokratische Zivilgesellschaft gewertet werden. In unserer Arbeit ist es uns wichtig, ein sicheres und inklusives Umfeld zu herzustellen und uns aktiv gegen Hass und Diskriminierung zu positionieren. Dies entspricht unseren Grundwerten und unserem Auftrag, junge Menschen in einer demokratischen und gerechten Gesellschaft zu fördern. (Jugendclub „Schloss19“/ SJD Die Falken Berlin)
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Trotz der gezielten Einschüchterungsversuche geht die Zivilgesellschaft in Charlottenburg-Wilmersdorf gestärkt aus diesen Aktionswochen gegen Rassismus hervor. Die geteilten Erfahrungen und das gemeinsame Erleben von Anfeindung haben die Zusammenarbeit und Solidarität zwischen Engagierten und Organisationen verstärkt.
Wir fordern Politik, Medien und Zivilgesellschaft auf:
- sich klar gegen Kampagnen rechter Einschüchterung zu positionieren,
- betroffene zivilgesellschaftliche Akteur*innen zu schützen,
- Rassismus nicht zu relativieren und weiterhin zu thematisieren,
- und antirassistische Bildungsarbeit nachhaltig zu sichern und zu stärken.
Unsere Antwort ist Solidarität. Unsere Haltung bleibt klar.
Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit Allen, die sich für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Teilhabe einsetzen und dadurch Ziel rechter Angriffe werden. Diese Angriffe richten sich nicht nur gegen einzelne Veranstaltungen oder Aktionswochen, sondern gegen das Fundament einer offenen, demokratischen Gesellschaft.
Antirassistische Arbeit betrifft uns alle. Sie braucht überall Schutz, Sichtbarkeit und Unterstützung.
Für eine Gesellschaft, in der Vielfalt gelebt wird und Rassismus keinen Platz hat.
Initiativkreis Charlottenburg-Wilmersdorf gegen Rassismus
[1] NIUS ist ein Medienportal der „Neuen Rechten“, das sich nicht an den Pressekodex hält. Wie durch journalistische Recherchen aufgedeckt wurde, gibt es Verbindungen zur extremen Rechten. 2023 klagte der Berliner Queerbeauftragte wegen Volksverhetzung gegen NIUS.
Ausschlusssatz
Die Veranstalter:innen orientieren sich an dem Leitbild des Initiativkreises „Charlottenburg-Wilmersdorf gegen Rassismus“. Die Veranstalter:innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
Kontakt
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